Impressionen der Städte- und Studienreisen sowie der Kölner Einblicke aus dem Jahr 2026
Kölner Hochwasserschutz, 15. Oktober 2026
„Jahrhunderthochwasser“, wie wir sie 1993 und 1995 erlebten, führen zu massiven Überschwemmungen, verwandeln große Teile der Stadt in Katastrophengebiete, kosten Menschenleben und verursachen enorme Schäden. Aufgrund solcher Ereignisse und neuer Herausforderungen wie Stark- und Dauerregen hat der Hochwasserschutz in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen.
In Köln liegt der Hochwasserschutz und -einsatz in der Verantwortung der Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) mit ihrer Hochwasserschutzzentrale. Dank eines umfassenden Schutzkonzepts ist die Stadt gut auf Rheinhochwasser vorbereitet. Um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können, führen die StEB Köln mindestens einmal jährlich Übungen durch. Dabei werden die Abläufe anhand konkreter Überflutungsszenarien getestet und verbessert.
Bei einer fachkundigen Führung lernten wir die Hochwasserschutzmaßnahmen in Köln näher kennen. Nach der Führung trafen wir uns in einem Restaurant in der Altstadt.
Stadtführung durch Köln-Mülheim, 04. September 2026
Mülheim wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1914 blieb Mülheim eigenständig und wurde erst dann u. a. auf Betreiben des damaligen Regierungspräsidenten gegen den Willen seiner Bevölkerung nach Köln eingemeindet. Dabei brachte die Eingemeindung für Mülheim auch Vorteile. So wurde im Eingemeindungsvertrag der Bau einer festen Rheinbrücke als Ersatz für die bisherige Schiffsbrücke zugesagt. 1929 wurde das Projekt unter Federführung des Kölner Oberbürgermeisters Konrad Adenauer umgesetzt.
Vom späten 19. Jahrhundert bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg war Mülheim ein bedeutender Industriestandort. Firmen wie Andreae, Felten & Guilleaume/Carlswerk und Böcking waren weit über das Rheinland hinaus bekann und haben Mülheim entscheidend geprägt.
Die Mülheimer Gottestracht, die jedes Jahr an Fronleichnam stattfindet, ist inzwischen zum festen Bestandteil des Kölner Brauchtums geworden.
Thomas Polland führte uns mit großem Sachverstand und Humor durch diesen Teil unserer Stadt. Ausgehend vom Wiener Platz entdeckten wir bei unserem geführtern Rundgang u. a. den Genovevabrunnen, das Jan-Wellem-Denkmal, die Keupstraße („Klein-Istanbul“), die Mülheimer Brücke, die Clemenskirche, den Mülheimia-Brunnen, den Stadtgarten, das Hölderlin- und das Rheingymnasium sowie die Reste ehemaliger Villen an der Düsseldorfer Straße.
Die Veranstaltung endete auch dieses Mal mit einem gemeinsamen Abendessen in einem gemütlichen italienischen Restaurant.
Stadtspaziergang auf den Spuren von Käthe Kollwitz, 11. Juni 2026
Am Neumarkt befindet sich das Käthe-Kollwitz-Museum Köln – das erste Museum, das der bedeutenden Zeichnerin, Grafikerin und Bildhauerin gewidmet ist. Die Ausstellungsräume wurden vor wenigen Monaten generalsaniert. Hier war die erste Station unseres Stadtspaziergangs. Von dort gingen wir zur Antoniter-Kirche auf der Schildergasse, wo uns Käthe Kollwitz in besonderer Weise begegnete: Ernst Barlachs 1927 geschaffene Bronzeplastik »Der Schwebende« trägt unverkennbar ihre Gesichtszüge. Im Anschluss besuchten wir die nur wenige 100 Meter entfernt gelegene Kirchenruine Alt St. Alban. Hier wurde 1959 die erste bundesweite Gedenkstätte für die Gefallenen beider Weltkriege mit Kopien der Skulpturengruppe »Trauernde Eltern« von Käthe Kollwitz eingerichtet. Die Nachbildungen des bildhauerischen Hauptwerks der Künstlerin erinnern seitdem im eindrucksvollen Zusammenspiel mit der Architektur an die Opfer von Krieg und Gewalt. Die Veranstaltung endete mit einem Abendessen in einem gemütlichen Restaurant in der Kölner Innenstadt.
Kulturwanderung zum Drachenfels und zur Drachenburg (mit Führung), 12. Mai 2026
Schloss Drachenburg, oberhalb von Königswinter im Siebengebirge gelegen, zählt zu den eindrucksvollsten deutschen Schlossbauten des 19. Jahrhunderts. Der repräsentative Wohnsitz bildet eine Synthese aus Schloss, Burg und Villa. Ein prachtvoller Landschaftspark mit Terrassen sowie der spektakuläre Panoramablick vom 36 Meter hohen Nordturm machten unseren Besuch unvergesslich. Liebevoll restaurierte Räume ließen die Wohnkultur der Gründerzeit lebendig werden.
Wir fuhren morgens vom Kölner Hauptbahnhof los und wandern von Rhöndorf aus auf den Drachenfels. Nach einer Pause ging es im Bogen Richtung Drachenburg und von dort nach Königswinter. Vor der Rückfahrt mit dem Zug ließen wir den Tag bei Quiche oder Kuchen gemütlich ausklingen.
Sizilien – eine Insel zum Träumen, Besichtigen und Genießen, 28. April – 07. Mai 2026
Unsere Rundreise auf Sizilien ließ keine Wünsche offen. Von drei komfortablen Standorthotels am Meer erkundeten wir die Insel und tauchten in die Kulturen der Griechen, Römer, Araber, Normannen und Hohenstaufer ein.
Unsere Ziele waren u. a.:
Palermo und Monreale mit ihren prunkvollen Palästen und Domen, das Madonie-Gebirge, ein einzigartiger Naturpark, und seine pittoresken Dörfer, die Altstadt und der Dom von Cefalù (UNESCO-Weltkulturerbe), die mittelalterliche Stadt Erice, Segesta mit seinem beeindruckenden griechischen Tempel, Agrigent, das UNESCO-Welterbe „Tal der Tempel“, die Villa Romana del Casale (UNESCO-Welterbe) mit ihren kunstvollen Fußbodenmosaiken, der Ätna als der größte noch aktive Vulkan (UNESCO-Weltkulturerbe), Taormina mit seinem Freilichttheater und seinem unvergesslichen Küstenpanorama, die Nachbarinseln Lipari und Vulkano, die einst prächtige Stadt Syrakus mit seinem Dom und seinem archäologischen Park.
Kulturwanderung nach Zons, 18. März 2026
Zons – Eine Zeitreise am Rhein
Nach einer Wanderung durch die Rheinauen erreichten wir Zons, wo wir im Fährhaus zu Mittag aßen. Zons wurde im 14. Jahrhundert als Zollfeste des Kölner Erzbischofs gegründet und war einst ein wichtiger Kontrollpunkt für den Handel auf dem Rhein. Heute erzählen enge Gassen, Fachwerkhäuser, eine nahezu vollständig erhaltene mittelalterliche Stadtmauer und vier mächtige Wehrtürme von dieser bewegten Vergangenheit. Die Rheintorburg ist bis heute der markante Zugang zur Altstadt. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind der Krötschenturm und der Juddeturm, die einst der Verteidigung dienten. Ein Rundgang entlang der Mauer vermittelte uns ein lebendiges Bild von der mittelalterlichen Befestigung. Die Burg Friedestrom, eine ehemalige kurkölnische Landesburg beherbergt heute ein Museum, das die Geschichte von Zons anschaulich erzählt.
Besichtigung der Fordwerke mit Besuch der Oldtimer-Ausstellung und anschließendem Beisammensein im „Golde Kappes“ in Köln-Nippes, 04. Februar 2026
Bei der Besichtigung der Fordwerke entdeckten wir die Faszination der Automobilproduktion. Wir tauchten in die Welt der digitalisierten Technologie und der Roboter ein und erlebten, wie aus Ideen beeindruckende Fahrzeuge entstehen. Ein Höhepunkt war zudem der Besuch in der Oldtimer-Halle mit Fahrzeugen aus über 100 Jahren Automobilgeschichte. Die Veranstaltung klang gemütlich aus im „Golde Kappes“ auf der Neusser Str.
Fotos: © Klaus Zimmermann, Köln















































